Selbstverständnis

Grundsatzziele und Selbstverständnis unserer Einrichtung

Es werden, je nach Lebenssituation des Kindes/Jugendlichen unterschiedliche Ziele der Hilfeform des
§ 34 KJHG verfolgt.

  • Reintegration in die eigene Familie(eine wesentliche Rolle spielt dabei die gezielte Elternarbeit)
  • Fortsetzung der Hilfe in einer anderen Hilfeform
  • Verselbständigung des jungen Menschen 
Pädagogische Grundlagen 
Das Hauptaugenmerk unseres pädagogischen Handelns ist auf ein familienorientiertes und auch familienersetzendes System gerichtet. Mit einer Heimerziehung, die vor dem Hintergrund einer aktiven Beteiligung der Herkunftsfamilien erfolgt, kann in vielen Fällen ein konstruktiver Neuanfang gemacht werden. Wichtigstes Stichwort in diesem Zusammenhang ist die Er- und Verarbeitung der erfolgten Trennung, die nur durch eine Vertrauensbasis im neuen Lebenssystem erreicht werden kann.
 
Integration durch systemische Ansätze 
Um den Kindern und Jugendlichen ein neues „Zu Hause” zu ermöglichen, ist es unabdingbar, ihre Geschichte und ihre Verhaltensmuster in einen Gesamtzusammenhang zu bringen. Verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche verfolgen ihre Grundanliegen oft mit sozial unangemessenen Mitteln. Die Pädagogik unseres Hauses soll demnach dazu dienen, positive und sozial förderliche Bedingungen zu gestalten, damit Kinder und jugendliche lernen können, ihre Anliegen und Forderungen legal und sozial angemessen zu realisieren. 
 
Interdisziplinäre und systemübergreifende Kooperation 
Jede einzelne humanwissenschaftliche Disziplin kann immer nur einen Ausschnitt aus dem Gesamtspektrum „Mensch” beschreiben und für diesen einen Lösungsweg finden. Um den Kindern und Jugendlichen als ganzheitliche Wesen gerecht zu werden, steht unser Haus in stetiger Verbindung zu Schulpsychologen der Sonderschulen mit Förderschwerpunkt Lernen und dem sozialem und emotionalem Förderschwerpunkt, Psychotherapeuten und Kinder und Jugendpsychiater der Tagesklinik in Neuwied. 
 
Adressatenorientierte Kooperation 
Wir bieten regelmäßig Gruppengespräche an, in denen Kinder und Jugendliche ihre Sorgen, ihren Unmut oder Frust aussprechen können, Familiengespräche, die ergänzend zur Jugendhilfemaßnahme stattfinden und in denen Perspektiven gemeinsam erörtert werden, um später gegebenenfalls eine Reintegration einzuleiten. 
 
Ganzheitlich vernetzende Zielformulierung 
Im Rahmen von Hilfeplangesprächen mit den zuständigen Jugendämtern und den sorgeberechtigten Eltern werden individuell zugeschnittene Zielaufträge für unsere Einrichtung abgesteckt und formuliert. Ziel dieser Maßnahme ist es, durch aufeinander abgestimmte Instrumente (Therapien, Schulwechsel usw.) auf die Umfeldbedingungen einzuwirken, die zur Herstellung des körperlichen, seelischen und materiellen Kindeswohl erforderlich sind.